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Brandschutz mobil

Feuerlöscher gehören an Bord eines jeden Wagens

So wichtig wie Verbandskasten und Warndreieck

Alle 13 Minuten fährt in Deutschland ein Auto an den Straßenrand, aus dessen Motorhaube oder Radkasten dichter Rauch quillt. Zwar besteht in einem solchen Fall kein Grund zur Panik, denn spektakuläre Explosionen gibt es nur im Film. Bedenklich ist vielmehr die mangelhafte Ausstattung deutscher Pkws mit Feuerlöschern und, soweit überhaupt vorhanden, deren schlechter Wartungszustand.

Ein Schwelbrand im Motorraum braucht bis zu 20 Minuten, um sich zu einem richtigen Feuer auszuweiten - Zeit genug, um den Brand im Keim zu ersticken. Vorausgesetzt, es ist ein funktionstüchtiger Feuerlöscher mit mindestens 2 kg Löschmittelinhalt an Bord. Im Gegensatz zu Verbandskasten und Warndreieck zählt der Feuerlöscher meist nicht zur Grundausstattung eines Personenkraftwagens.

Auto-Feuerlöscher sind bei qualifizierten Brandschutz-Fachbetrieben erhältlich, die - anders als Baumärkte und Discounter - auch die regelmäßige sachkundige Prüfung der Geräte übernehmen und eine kurze Einweisung in deren richtige Handhabung geben.
 

Nur keine Panik

Das ist zu tun, wenn der Wagen brennt

So wird`s gemacht: Den Wagen an den Straßenrand oder auf den Seitenstreifen fahren. Warnblinker ein- und Motor ausschalten. Bei Motorbrand die heiße Motorhaube am besten mit einem Schutzhandschuh eine Handbreit öffnen, allerdings auch nicht mehr, da sonst das Feuer durch die Sauerstoffzufuhr angefacht wird. Mit sicherem Abstand den Feuerlöscher auf den Brandherd richten und - in Windrichtung - mit kurzen, gezielten Stößen löschen. In jedem Fall die Feuerwehr benachrichtigen.

In Deutschland führen nur etwa fünf Prozent der Fahrer einen dieser kleinen roten Helfer mit sich. Soviel sollte einem die eigene Sicherheit jedoch wert sein: Ein Auto-Feuerlöscher mit 2 kg Inhalt (nach EN 3 genormt und zertifiziert) kostet im guten Fachhandel nicht mehr als eine halbe Tankfüllung. Richtig platziert, ist er dann im Ernstfall sofort griffbereit und kann Personen- und Sachschäden verhindern.
Je mehr Autofahrer Feuerlöscher mitführen, desto eher können diese auch bei entstehenden Autobränden die Löschleistung durch gleichzeitigen Einsatz deutlich steigern.
 

Auto-Feuerlöscher sollten regelmäßig -alle zwei Jahre- auf den Prüfstand

Qualifizierte Brandschutz-Fachbetriebe helfen bei der Auswahl passender Geräte und installieren sie fachgerecht. Jeder Auto-Feuerlöscher sollte jedoch - genau wie das Fahrzeug dem TÜV vorgeführt wird - regelmäßig, mindestens jedoch alle zwei Jahre von dem Feuerlöscher-Kundendienst sachkundig geprüft werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Feuerlöscher im Notfall auch voll funktionstüchtig ist und es im Fall eines Motor- oder Reifenbrandes tatsächlich nicht zu "filmreifen Szenen" kommt.