17.08.2011

Feuerlöscher und Wandhydranten dienen Mitarbeitern zur Selbsthilfe

Kassel. - Nicht jedem ist bekannt, dass im Falle eines Brandes sowohl Feuerlöscher als auch Wandhydranten als Löscheinrichtung zur Selbsthilfe dienen. Allerdings sollte man als Betriebsangehöriger mit der Bedienung dieser Löschgeräte bereits vertraut sein und zwar bevor es brennt. Darauf macht jetzt der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf) aufmerksam.

Betriebliche Brandschutzunterweisungen mit Löschübungen sind daher unverzichtbar und sollten regelmäßig, in Abhängigkeit von Beschäftigtenzahl und Fluktuation, spätestens alle zwei bis drei  Jahre durchgeführt werden. So wird sichergestellt, dass ausreichend Mitarbeiter in der Lage sind, mit den Löschgeräten umzugehen, bei Bedarf einzugreifen und einen Entstehungsbrand zu löschen. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzunterweisungen aller Mitarbeiter hat sich die gezielte Ausbildung von Brandschutzhelfern und weiteren Beauftragten für einzelne Abteilungen und Etagen in der Praxis bestens bewährt. Auf diese Weise können nicht nur Sachschäden und Produktionsausfälle verhindert, sondern auch Menschenleben gerettet werden.

 Größere Betriebe und Bürogebäude,
 Verkaufsstätten, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen,
 Wohnanlagen sowie öffentliche Gebäude sind vielfach mit
 Wandhydrantenlöscheinrichtungen ausgestattet. Diese sind mit
 dem rot-weissen Brandschutzzeichen "Löschschlauch" 
 gekennzeichnet und befinden sich meist in einer Wandnische.
 Zu sehen ist ein aufgerollter Schlauch, der an ein Druckventil
 angeschlossen ist. Im Schrank ist die zu beachtende
 Bedienungsanleitung an der Innentür angebracht. Wichtig ist
 hierbei, dass ein Flachschlauch (Feuerwehrschlauch) erst
 vollständig von der Schlauchhaspel abgerollt werden muss,
 bevor Druck auf den Schlauch gegeben wird. Formstabile
 Schläuche können dagegen auch unter Druck abgerollt werden.
 Sobald das Ventil geöffnet ist, wird der Wandhydranten-
 löschschlauch von einer unter Druck stehenden Steigleitung mit
 Löschwasser versorgt. Der Löschvorgang lässt sich dann über
 das Strahlrohr an der Schlauchspitze gezielt steuern.
 


Optimale Brandschutzorganisation: Alarmieren, Evakuieren, Löschen

Das richtige Verhalten im Brandfall sieht nach der Brandschutzordnung Folgendes vor: Zuerst wird die Feuerwehr alarmiert. Gleichzeitig werden alle Personen aus dem gefährdeten  Bereich oder dem gesamten Gebäude evakuiert. Danach kann mit Feuerlöschern und Wandhydranten das Feuer bekämpft werden. Oft ist ein frühzeitig entdeckter Brand dann bereits gelöscht, bevor die Feuerwehr eintrifft.
 

Behilflich bei der Erstellung von Brandschutzordnungen, Alarm-, Flucht- und Rettungswegplänen, bei der Ausgestaltung und Kennzeichnung von Flucht- und Rettungswegen sowie bei der Durchführung betrieblicher Schulungen und Löschübungen sind die qualifizierten Brandschutz-Fachbetriebe, deren Adressen direkt bei der Geschäftsstelle des bvbf (Friedrichsstraße 18, 34117 Kassel) erfragt oder - nach Postleitzahlbereichen sortiert - unter www.bvbf.de im Internet abgerufen werden können.


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